Hoeneß verteidigt Urbig-Plan und weist Kahn-Kritik zurück
Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat die Kritik von Oliver Kahn an der geplanten Neuer-Nachfolge durch Jonas Urbig zurückgewiesen. Gegenüber der Welt am Sonntag erklärte Hoeneß, er habe „überhaupt keine Zweifel“ an dem Plan. Ab kommendem Sommer soll Urbig Manuel Neuer als Stammtorhüter beim FC Bayern beerben.
Kahn hatte sich zuvor bei Sky in der Sendung „Triple - der Hagedorn Fußballtalk“ skeptisch geäußert. „Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt. Das ist etwas komplett anderes“, sagte der 57-Jährige.
Hoeneß hält dagegen: „Es ist eine sehr kluge Entscheidung. Jonas Urbig wird diese Chance kriegen. Darauf sind alle beim FC Bayern eingestellt. So wie er sich sportlich und charakterlich zeigt, hat er diese Chance verdient.“ Das Argument der fehlenden internationalen Erfahrung lässt der 74-Jährige nicht gelten. „Sollen wir jetzt für 50 Millionen einen Torwart kaufen, nur weil der irgendwo ein paar Spiele in der Champions League gemacht hat und das ein paar Schlaumeier fordern? Auf keinen Fall.“
Der 23-jährige Urbig wird bereits jetzt mit geteilter Spielzeit aufgebaut. In dieser Saison soll er vermehrt auch in wichtigen Spielen den Vorzug erhalten, etwa in der Champions League. In seinen vier Pflichtspielen 2026/27 kassierte er sechs Gegentreffer und blieb noch ohne Weiße Weste. Die Schuld lag laut Bericht jedoch nicht beim Torwart, sondern bei seinen Vordermännern.