HSV: Fábio Vieira droht längerer Ausfall, Nadir mit Entwarnung
Der HSV muss nach dem 0:1 in Paderborn um zwei Stammspieler bangen. Mittelfeldspieler Fábio Vieira verletzte sich am rechten Oberschenkel, bei Bilal Nadir gab Trainer Merlin Polzin dagegen Entwarnung.
Vieira sackte bereits in der 10. Minute zusammen und musste nach knapp dreiminütiger Unterbrechung ausgewechselt werden. „Es sah nicht gut aus und wir müssen schauen, wie genau es mit seinen Muskeln aussieht“, sagte Polzin. Beim HSV hoffen sie, dass nichts gerissen ist. Bei einer Zerrung wäre mit zehn bis 14 Tagen Pause zu rechnen, bei einem Muskelfaserriss mit bis zu vier Wochen. Klarheit soll wohl schon am Sonntag herrschen.
Nadir, der den langfristig fehlenden Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) vertrat, musste in der 71. Minute raus. Er konnte sich zunächst nicht allein auf den Beinen halten, ging nach dem Spiel aber wieder selbstständig durch die Katakomben. Polzin sagte: „Er hat das letzte Mal im März so viel gespielt, wie jetzt in den vergangenen beiden Spielen zusammen und war dann einfach platt. Bilal hat Anzeichen von Krämpfen gehabt. Wir müssen abwarten, aber es könnte sein, dass es nicht so dramatisch ist.“ Für das Pokalspiel am Dienstag gegen Frankfurt dürfte es dennoch eng werden.
Wie berichtet, hatte Nadir zuletzt beim 1:0 gegen Stuttgart überzeugt. In Paderborn fehlten zudem Nicolás Capaldo und Jordan Torunarigha. Bei Torunarigha hofft Polzin auf eine Rückkehr am Dienstag, bei Capaldo eher nicht. Albert Sambi Lokonga feierte in der Schlussphase sein Comeback. Am Sonntag folgt das Ligaspiel bei Eintracht Frankfurt. Miro Muheim sagte: „Das ist alles sehr bitter, weil wir wichtige Spieler verloren haben. Aber wir haben trotzdem noch genügend Spieler mit Qualität.“