Hütter über Trainer-Druck: „Natürlich mache ich mir Gedanken“
Frankfurts Trainer Adi Hütter hat sich nach dem gesundheitsbedingten Ausfall von Bayern-Coach Vincent Kompany zum Druck im Trainergeschäft geäußert. In einem ausführlichen Interview mit der Bild sagte Hütter: „Natürlich mache ich mir Gedanken.“ Zu den gesundheitlichen Details Kompanys äußerte er sich nicht.
Der Ausfall des Münchner Trainers rückte die physische und mentale Belastung im Trainergeschäft bundesweit wieder verstärkt in den Fokus. Hütter kritisierte die öffentliche Bewertung von Trainerleistungen als oft übertrieben hart und voreilig. „Man ist nicht nach drei Siegen ein hervorragender Trainer und nach drei Niederlagen plötzlich ein schlechter“, sagte er.
Kritik gehöre zum Geschäft, dürfe aber nie unter die Gürtellinie gehen. Zudem fehle Klubs häufig die Geduld. Als Schutz habe er für sich entschieden, nicht alles zu lesen, was über ihn geschrieben wird.
Auch zu seiner Arbeit bei der Eintracht zog Hütter eine Zwischenbilanz. Trotz sportlicher Rückschläge wie dem 2:3 gegen die Bayern habe er die Rückkehr „keinen Tag bereut“. Von seinen Spielern fordert er vor allem Einsatz gegen den Ball: „Sie müssen lernen und verinnerlichen, dass sie, wenn sie den Ball nicht haben, auch kämpfen und laufen müssen.“