Karl nur dritter Joker: Danks erklärt seine Wechsel gegen den BVB
Bayerns Offensivspieler Lennart Karl ist nach dem 2:2 (1:0) gegen Borussia Dortmund zum Streitfall geworden. Interimstrainer Aaron Danks, der den erkrankten Chefcoach Vincent Kompany vertrat, wechselte den 18-Jährigen erst in der 82. Minute ein. Zuvor hatten sich Ismael Saibari und Serge Gnabry verletzt.
Die Münchner führten zweimal und kassierten in der 89. Minute den Ausgleich. Als Saibari in der 29. Minute mit einer Verletzung am rechten Sprunggelenk in die Kabine gebracht wurde, kam Nathaniel Brown. Zwei Minuten später musste Gnabry mit einer Oberschenkelverletzung raus. Für ihn kam Verteidiger Josip Stanisic. Alphonso Davies rückte von links hinten auf den Flügel.
Karl ersetzte schließlich Michael Olise, der Schmerzen im rechten Knie hatte. In der 95. Minute traf Karl mit einem Schuss die Latte. Damit war er trotz der Ausfälle von Jamal Musiala und Luis Díaz, die bereits vor der Partie fehlten, nur die dritte Joker-Wahl für die Offensive.
Danks begründete seine Entscheidungen so: „Lennart kam in der zweiten Halbzeit rein – also, wir haben ihm in einem solch wichtigen Spiel vertraut. Er kam für Michael auf der rechten Seite und hat genau die gleiche Rolle gespielt.“ Davies auf den Flügel zu ziehen, sei in den vergangenen Wochen eine gute Wahl gewesen. Brown habe im Supercup gegen Dortmund auf der Angriffsposition gespielt. Der 43-Jährige betonte: „Das ist nichts gegen Lenny! Lenny ist der Top-Spieler.“
Karl zählt derzeit selten zur Startelf. In zwölf Saisonspielen kommt er auf ein Tor und drei Vorlagen. Die WM verpasste er wegen eines Muskelbündelrisses. Bei der Kopa-Trophäe für den weltbesten U21-Spieler belegte er am vergangenen Montag den vierten Platz.