Köln vor dem Derby: Trainer Wagner unter Zugzwang
Trainer René Wagner steht beim 1. FC Köln vor dem Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach unter Druck. Die Partie findet am Sonntag um 15.30 Uhr statt. Bei einer Niederlage dürfte die Trainerfrage im Umfeld des FC noch stärker in den Fokus rücken. Zudem fallen zwei Leistungsträger aus.
Nach vier Bundesligaspielen steht Köln bei vier Punkten. In den vergangenen drei Pflichtspielen holte die Mannschaft nur einen Zähler. Zuletzt verlor sie beim bis dahin punkt- und torlosen Schlusslicht HSV mit 1:2. Nach dem Spiel gab es von den mitgereisten Fans im Volksparkstadion deutliche Pfiffe. Unter dem Ergebnis-Beitrag auf dem Instagram-Profil des Klubs forderten einige Anhänger das Aus des Trainers.
Wagner hatte den abstiegsbedrohten Klub Ende März vom entlassenen Lukas Kwasniok übernommen. Der 38-Jährige sicherte den Klassenerhalt, holte aber nur einen Sieg und sechs Punkte aus sieben Partien. Das brachte ihm bei den Fans wenig Vertrauensvorschuss ein.
Präsident Jörn Stobbe stärkte dem Trainer gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ den Rücken. Wagner genieße „volles Vertrauen“. Man habe sich vor der Vertragsverlängerung im Mai Kriterien zurechtgelegt: „Und da legt er in allen Bereichen eine brutal hohe Punktzahl hin.“ Es brauche aber Ergebnisse, so Stobbe: „Denn dann hört so eine Diskussion schnell auf.“
Gladbach steht durch den Hamburger Sieg am Tabellenende. Mit einem Derbysieg würden die Gäste bis auf einen Punkt an Köln heranrücken.