Schalke in der Krise: Basler fordert Wintertransfers für die Offensive
Der FC Schalke 04 steckt nach acht Spieltagen im Abstiegskampf, und Ex-Nationalspieler Mario Basler fordert Verstärkungen für die Offensive. „Sie müssen im Winter dringend etwas in der Offensive machen“, sagte der 57-Jährige im Podcast Basler ballert.
Die Zahlen stützen die Sorgen. Schalke erzielte bislang nur vier Treffer, keinen davon durch einen Stürmer. Seit fünf Ligaspielen wartet das Team von Trainer Miron Muslic auf einen Sieg. Im Pokal schied der Klub zudem mit 0:2 gegen Dynamo Dresden aus. Dabei hatte Schalke im Sommer Junior Adamu und Hee-chan Hwang geholt, auch Routinier Edin Dzeko blieb. Basler sieht das Problem vorn: „Die Defensive ist nicht das größte Problem, aber vorne fehlt Kreativität. Da muss etwas passieren.“
Für den Klassenerhalt würde Basler sogar Schulden in Kauf nehmen. „Die Frage ist doch: Was ist teurer? Sich Geld zu leihen oder einen Abstieg zu riskieren?“, sagte er. Die Einnahmemöglichkeiten in der Bundesliga seien deutlich größer als im Unterhaus.
Sky-Experte Dietmar Hamann zeigte sich ebenfalls besorgt: „Es ist schwer, über Nacht ein Rezept zu finden.“ Schalke-Legende Mike Büskens nannte mehrere Ursachen. Dazu zählen die Verletzungssorgen um Kenan Karaman, die Formschwäche von Adil Aouchiche und Dzekos verspäteter Trainingsbeginn nach der Weltmeisterschaft.
Finanziell vermeldete Schalke zuletzt Fortschritte. Erstmals seit 2017 sanken die Nettofinanzverbindlichkeiten unter 100 Millionen Euro. Ob dieser Trend für Wintertransfers aufs Spiel gesetzt wird, ist offen.