Union: Heldt ordnet Burcus Frustszenen von Augsburg ein
Unions Offensivspieler Livan Burcu hat nach dem 1:1 (0:0) beim FC Augsburg für Gesprächsstoff gesorgt. Geschäftsführer Horst Heldt kritisierte die Reaktion des Spielers, stellte sich aber zugleich schützend vor ihn. „Das ist natürlich nicht gut, keine Frage“, sagte Heldt.
Burcu hatte nach seiner Auswechslung gegen eine Werbebande getreten und kurz darauf einem Betreuer die Wasserflasche aus der Hand gefegt. Sein Arbeitstag endete nach 19 Minuten, weil Felix Uduokhai die Rote Karte gesehen hatte. Trainer Mauro Lustrinelli musste die Defensive neu ordnen, Leopold Querfeld kam für Burcu ins Spiel. Heldt: „Er ist ja nicht ausgewechselt worden, weil er schlecht gespielt hat, sondern weil wir in Unterzahl waren.“ Der Manager sieht Enttäuschung als Auslöser: „Es ging aber nicht darum, dass er für seine Auswechslung sauer ist, sondern er war einfach enttäuscht, dass es so zustande gekommen ist.“ Intern soll gesprochen werden: „Da werden wir mit ihm drüber reden.“ Zugleich fordert Heldt: „Nichtsdestotrotz erwarte ich natürlich von jedem, und auch von ihm, dann andere Bilder.“
Sportlich überzeugte Union in Unterzahl. Han-Noah Massengo brachte Augsburg in der 71. Minute in Führung, Janik Haberer glich drei Minuten später aus. Heldt lobte: „Danach allerdings muss man sagen, haben wir es richtig gut verteidigt.“ Er sieht den Klub nach dem Fehlstart auf einem guten Weg: „Insgesamt sind wir schon stabiler geworden.“
Wie berichtet, hatte Burcu Union zuletzt gegen Elversberg mit seinem Tor in der 81. Minute zum 1:0 erlöst. Am Dienstag tritt Union in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim 1. FC Köln an (20.45 Uhr, Sky). Burcu dürfte zum Kader gehören, Uduokhais Platzverweis gilt nur für die Bundesliga.