Weiser bei Werder: Drei Positionen in 45 Minuten, Thioune legt sich nicht fest
Werders Mitchell Weiser hat beim Spiel in Dortmund erstmals seit seinem Comeback eine komplette Halbzeit bekommen und dabei drei Positionen bekleidet. Trainer Daniel Thioune will sich nicht festlegen, wo der 32-Jährige künftig eingesetzt wird.
Weiser ersetzte zunächst den ausgewechselten Chuki als Zehner. Nach 63 Minuten löste er Eren Dinkci auf der rechten Offensivseite ab, am Ende ersetzte er den ausgepumpten Regeer als Sechser. Zuvor war er nach 14 Monaten Verletzungspause (Kreuzbandriss) Spiel für Spiel in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden. In Dortmund leitete er mit einem Ballverlust die BVB-Führung ein.
Thioune sagte: „Wir müssen uns beide in die Augen gucken und sehen, wo er seinen größten Impact hat. Ich will mich da gar nicht festlegen.“ Eine Rolle als Sechser gilt als unwahrscheinlichste Variante. „Unser Kader ist so sortiert, dass wir ein sehr starkes Zentrum haben und die Jungs das gerade gut machen“, so der Trainer. Mit Senne Lynen kehrt nächste Woche ein Spieler zurück, irgendwann auch Jens Stage. Die Zehnerrolle scheint für Chuki reserviert. Als Rechtsverteidiger sieht Thioune Weiser nicht, zumal sich Arthur dort festgespielt hat.
Am wahrscheinlichsten ist damit ein Einsatz auf der rechten Offensivseite. Thioune sagte: „Ich glaube, dass Mitch auf der Bahn zu Hause ist. Das hat er viele Jahre gemacht. Vielleicht ist er jemand, der uns auf der rechten Seite ein bisschen mehr Energie geben kann. Aber festlegen will ich mich nicht.“ Für Dinkci, der bislang gesetzt war, aber noch keine Bestleistungen abruft, wäre das eine schlechte Nachricht.