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Interview

Weiser über seine Leidenszeit: „Fast eine Psychose entwickelt“

07.10.2026 12:09

Werders Außenverteidiger Mitchell Weiser hat im Interview mit RTL/Sky über die Zeit seiner Verletzung gesprochen. Der 32-Jährige kehrte 14 Monate nach einem Kreuzbandriss samt Meniskusschaden zurück und könnte am Freitag beim Spiel in Dortmund wieder in der Startelf stehen.

Weiser gab beim 1:1 in Köln ein Kurz-Comeback. Eine Woche später schoss er Werder gegen Augsburg in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg. Über die Monate der Reha sagte er: „Wenn du jeden Morgen aufstehst, jede Treppe bewusst wahrnimmst und irgendwann fast eine Psychose daraus entwickelst, wie sich dein Knie oder dein Körper gerade anfühlt, dann ist das nicht einfach.“

Den Moment des Siegtors beschrieb Weiser so: „Ich glaube, jede Energie, jedes Prozent, das ich in den vergangenen Monaten versucht habe, aus mir herauszuholen, jede Träne und jeder Tropfen Schweiß, all das ist in diesem Moment herausgekommen. Es war wie eine Explosion.“ Zudem habe es Dinge im Hintergrund gegeben, über die er nicht sprechen könne. Er habe kämpfen müssen, „um überhaupt auf dem Platz zu stehen“.

Der Verteidiger zieht dennoch eine positive Bilanz: „Trotzdem bin ich froh, dass ich diese Zeit erleben durfte.“ Sie habe ihn für sein Leben weitergebracht, und er hoffe, dass sie ihn auch als Fußballer voranbringe. „Ich glaube, dass ich persönlich große Schritte gemacht habe. Darauf bin ich sehr stolz.“

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