Weisers Werder-Comeback: Nach 483 Tagen Tränen und Siegtor
Werders Routinier Mitchell Weiser hat nach 483 Tagen Pause sein Comeback in der Bundesliga gefeiert. Der 32-Jährige hatte wegen eines Kreuzbandrisses die komplette vergangene Saison verpasst. Am 3. Spieltag kam er in Köln als Joker zurück, eine Woche später erzielte er gegen Augsburg das 3:2-Siegtor.
Ausgerechnet in seiner Heimatstadt Köln stand Weiser erstmals wieder auf dem Rasen. Nach dem Abpfiff ließ er den Tränen freien Lauf. „Für mich war das wie ein Traum“, sagte Weiser. Über die Reha-Zeit berichtete er: „Du fragst dich: Was ist, wenn es nie wieder gut wird?“ Eigentlich wollte er im Schlussspurt der Saison 2025/26 zurückkehren. „Als das nicht geklappt hat, war ich schon in einem kleinen Loch“, sagte Weiser.
Auch Mitspieler Niclas Füllkrug war gerührt: „Ich musste mitweinen. Ich kenne das selber, diese Momente in der Reha, wenn man nicht weiß, wie es weitergehen soll.“ Kapitän Marco Friedl sagte nach dem Köln-Spiel: „Es war ein langer Weg, mit ein paar Rückschlägen. Er wird noch ganz wichtig werden.“
An der Sommervorbereitung hatte Weiser nur dosiert teilgenommen. Trainer Daniel Thioune kannte ihn vorher nur aus Videos. „Für mich ist Mitch fast wie ein Neuzugang. Seine fußballerische Qualität steht hierbei außer Frage“, sagte Thioune damals.
Gegen Augsburg kam Weiser erneut von der Bank und traf in der Nachspielzeit mit einem Direktschuss zum Sieg. Nach dem Spiel heizte er den Fans auf dem Zaun ein. Thioune sieht in ihm eine wichtige Verstärkung: „Wenn er annähernd wieder seine Form erreicht, fühlt es sich für mich wie ein Top-Top-Top-Transfer an.“