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Analyse

Werder: Mittelfeldtrio überzeugt, Thioune betont Rolle von Stage und Lynen

15.10.2026 12:11

Werder Bremens Mittelfeld funktioniert trotz der Ausfälle von Jens Stage und Senne Lynen. Die Neuzugänge Youri Regeer, Ludovit Reis und Chuki überzeugen in dieser Saison. Trainer Daniel Thioune betont dennoch die Bedeutung der beiden Verletzten.

Über Jahre hatten Stage, Lynen und Romano Schmid das Bremer Zentrum geprägt. Stage war in den beiden vergangenen Spielzeiten mit jeweils zehn Treffern bester Werder-Torschütze in der Bundesliga. Schmid spielt inzwischen für Frosinone Calcio in Italien.

Stage fällt nach einem schweren Muskelriss im Oberschenkel noch bis zum Jahresende aus. Lynen fehlte lange wegen einer Beckenblessur. Er könnte beim Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 am 24. Oktober (15.30 Uhr) wieder eine Option für den Kader sein.

Regeer hat sich als Taktgeber vor der Abwehr etabliert, Reis bringt Dynamik und Vorwärtsdrang ein. Chuki soll davor mit Kreativität und Spielwitz glänzen. Dass sie sich ohne lange gemeinsame Vorbereitung und kaum Testspiele so schnell gefunden haben, ist nicht selbstverständlich. „Alle drei bringen eine sehr hohe Qualität mit. Wir waren von Beginn an davon überzeugt, dass sie uns weiterhelfen können. Es ist ihr Verdienst, dass sie sich auf ihren Positionen zunächst festgespielt haben“, sagt Peter Niemeyer, Werders Leiter Profifußball.

Thioune hat Stage und Lynen in dieser Saison zu Vize-Kapitänen ernannt. „Jens ist nicht zu ersetzen, das möchte ich betonen, genauso wie Senne im Zentrum nicht zu ersetzen ist“, sagt der Trainer. Er fügt an: „Aber die Breite des Kaders muss es bei jedem Bundesligisten hergeben, dass andere Spieler in den Vordergrund rücken können.“

Nach Thiounes Einschätzung sind die drei Neuen Woche für Woche besser aufeinander abgestimmt. Die Verantwortlichen sehen sie nicht als kurzfristige Notlösung. Für den Trainer gilt es nun, die richtige Balance zwischen personeller Kontinuität und neuen Möglichkeiten zu finden.

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