Werder-Sportchef Fritz: Charakter und Leidenschaft als Transferfokus
Werder Bremen hat bei der Kaderplanung im Sommer gezielt auf Charakter und Leidenschaft geachtet. Sportchef Clemens Fritz sieht darin einen Grund für den sportlichen Aufschwung. Nach acht Spieltagen steht Werder auf Tabellenplatz fünf und hat 15 Punkte auf dem Konto.
„Es zahlt sich aus, dass wir bei der Zusammenstellung des Kaders darauf geachtet haben, dass wir Charakter und Leidenschaft in die Mannschaft bekommen. Darauf lag neben den fußballerischen Aspekten der Fokus“, sagte Fritz der DeichStube. Als Beispiele für die neue Ausrichtung gelten Ludovit Reis und Youri Regeer. Fritz traf beide an einem Tag im Sommer persönlich, Reis in Tilburg und Regeer in Amsterdam. Beide gelten inzwischen als prägende Stabilisatoren im Spiel der Bremer.
Mit fast jedem Neuzugang setzte sich Fritz vor der Unterschrift mindestens einmal zusammen. „Du bekommst nochmal einen besseren Eindruck von der Person, wenn du ihr gegenübersitzt. Natürlich kann man heutzutage viel über Online-Calls abwickeln, davon machen wir auch Gebrauch. Das persönliche Gespräch ist aber sehr wertvoll“, sagte er. Gerade bei der Suche nach Spielern mit viel Leidenschaft und Energie sei das wichtig gewesen.
Der Hintergrund liegt in der vergangenen Saison. „Mich hat in der vergangenen Saison gestört, dass zu oft die Energie von den Rängen auf den Platz schwappen musste. Unser Anspruch muss es aber sein, dass es andersrum läuft. Das klappt in dieser Saison bislang deutlich besser“, so Fritz.
Lob bekam der Sportchef zuletzt von Niclas Füllkrug. Nach dem 2:0 gegen die TSG Hoffenheim sagte der Stürmer: „Wir profitieren davon, dass diese Charaktere vom Trainer und von der Geschäftsführung gezielt ausgewählt wurden.“ Neben den Neuzugängen Reis, Regeer und Füllkrug gehen auch Routiniers wie Pieper, Grüll, Friedl und Weiser voran.