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Interview

Bonhof trotzt Rücktrittsforderung: „Jetzt erst recht“

23.10.2026 06:08

Gladbachs Präsident Rainer Bonhof hat die Rücktrittsforderung des Fan-Dachverbands zurückgewiesen. „Ich bin Borusse durch und durch. Aber ich sage in so einer Situation: ‚Jetzt erst recht. Ich laufe nicht weg‘. Ich war immer ein Kämpfer“, sagte der 74-Jährige der „Rheinischen Post“.

Zuvor hatte der Fan-Dachverband des punktlosen Bundesliga-Tabellenletzten das gesamte Präsidium um den Weltmeister von 1974 zum Rücktritt aufgefordert. „Wir hoffen sehr, dass das Präsidium, mit seinen verdienten und auf persönlicher Ebene von uns geschätzten Persönlichkeiten, den Weg für eine solche Neu-Aufstellung freimacht“, hieß es in der Erklärung. Die Kritik gehe nicht spurlos an ihm vorbei, sagte Bonhof: „Natürlich trifft mich das. Ich glaube, das hat die Mitgliederversammlung gezeigt.“ Bei seiner Rede auf der Versammlung im April hatte der 2024 gewählte Präsident geweint. Ob er 2027 erneut kandidiert, ließ er offen.

Die Anfeindungen seien nicht das eigentliche Problem. „Einer ist immer der Sündenbock, in dem Fall bin ich das“, sagte Bonhof. Das Präsidium arbeite „Tag und Nacht daran, Borussia nach vorn zu bringen“. Zugleich räumte er ein: „Natürlich sind die Sorgen da. Das Selbstvertrauen fehlt im Moment total, daran müssen wir arbeiten.“

Wie berichtet, war Gladbach nach dem 1:2 im Derby in Köln mit null Punkten und 18 Gegentoren so schlecht wie nie gestartet. Am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) geht es zum VfB Stuttgart. Bei einer Niederlage wäre die Borussia der erste Verein in 63 Jahren Bundesliga, der die ersten sieben Spiele verliert. „Das ist ein klares Zeichen, dass es an der Zeit ist, aufzustehen. Wir müssen endlich unser Potenzial abrufen“, sagte Bonhof.

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