Freiburg in Monaco: Alkoholverbot, Bustransfer und Eilantrag gegen Auflagen
Der SC Freiburg hat gegen die behördlichen Auflagen für das Auswärtsspiel bei AS Monaco am 22. Oktober einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung eingereicht. Das teilte der Verein nach eigenen Angaben mit. Die Erfolgsaussichten schätzt er trotz bereits ergriffener Maßnahmen als gering ein.
Der Antrag richtet sich gegen die Ministerialerlasse des Fürstentums Monaco und wurde am Dienstag gestellt. Football Supporters Europe hat sich dem Verfahren formal angeschlossen. Für mitreisende Freiburger Anhänger gelten weitreichende Vorgaben: Am gesamten Spieltag besteht ein striktes Alkoholverbot, das Einfuhr, öffentlichen Konsum und Kauf umfasst. Bars, Restaurants und Supermärkte sollen ganztags keinen Alkohol anbieten, auch im Stadion ist kein Ausschank vorgesehen. Für SC-Fans und Personen in SC-Kleidung gilt ab 8 Uhr zudem ein Aufenthaltsverbot in bestimmten Bereichen. Die Anreise über den Bahnhof Monaco ist untersagt, einen offiziellen Treffpunkt gibt es laut Verein nicht.
Der Weg zum Stadion ist nur mit Bussen von einem gesonderten Treffpunkt am Westeingang Monacos auf Höhe des Albert-II-Tunnels erlaubt. Die Abfahrt ist für 18.30 Uhr vorgesehen. Fahrzeuge mit angemeldeten Kennzeichen sollen zum Stadion an der 3 Avenue des Castellans eskortiert werden. Parkmöglichkeiten sind sehr begrenzt, das Stadion hat keinen eigenen Parkplatz.
Die Polizei übernimmt die Körperkontrollen und wird im Gästeblock deutlich präsent sein. Nach Spielende kann es zu einer Blocksperre von bis zu 30 Minuten kommen. Der Verein lässt den Spieltag von einem lokalen Anwalt für Fanangelegenheiten begleiten und informiert über den WhatsApp-Kanal „Fanbetreuung SC Freiburg“. Als Codewort für Betroffene sexualisierter Gewalt ist „Fuchsbau“ vorgesehen.