Gladbacher Fanverband fordert Neuaufstellung und warnt vor Abstiegsszenario
Der „FPMG Supporters Club“, der Fandachverband von Borussia Mönchengladbach mit über 6.500 Mitgliedern, hat sich am Montag mit einer Stellungnahme auf seiner Website zu Wort gemeldet. Anlass sind die 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim, die Besetzung des Präsidiums und die Krawalle beim Derby der Vorwoche.
Der Verband, früher unter dem Namen Fanprojekt bekannt, bekräftigt darin seine Forderung aus dem April. Damals hatte er verlangt, dass das Präsidium um Präsident Rainer Bonhof den Weg für eine Neuaufstellung frei macht, allerdings ohne Erfolg. Nun heißt es: „Wir haben an verschiedenen Stellen betont, dass es uns nicht um Palastrevolutionen oder die Installation unverhältnismäßig vieler Fanvertreter in den Gremien geht, sondern wir einzig und allein das Beste für Borussia Mönchengladbach wollen.“
Man werde nicht tatenlos zusehen, „wie unser Verein vor die Wand gefahren wird“. In den kommenden Wochen werde vom Verband dazu zu hören sein. Zugleich stellt er klar, sich gegen jede Bestrebung zu stellen, wie es sie vor 15 Jahren mit der damaligen Initiative Borussia gab. Wer den Verein von außen gegen die Basis aufstellen wolle, werde „es mit eben jenen Fans zu tun bekommen“.
Zu den Ausschreitungen beim Bundesliga-Derby in Köln mit sechs Verletzten betont der Verband, dass Menschen niemals durch Pyrotechnik verletzt werden dürften. Interne Aufarbeitung und persönliche Gespräche hält er für wichtiger als Floskelstatements und bedeutungslose Distanzierungen.
Sportlich haben die Anhänger den Glauben fast verloren. „Momentan scheint das Szenario, dass wir bereits irgendwann im Winter die Lichter ausknipsen können, mehr als realistisch“, schreibt der Verband. Dennoch ruft er zu mehr Unterstützung in den nächsten Spielen auf, um „entgegen aller Prognosen doch noch irgendwie endlich zu punkten und den Anschluss hinzubekommen“.