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Interview

Kovac kritisiert vor Bayern-Spiel zurückhaltenden VAR

30.10.2026 08:08

Dortmunds Trainer Niko Kovac hat vor dem Topspiel beim Tabellenführer FC Bayern München die Rolle des Videoassistenten kritisiert. „Ich merke im Moment, dass der VAR in den letzten Wochen sehr zurückhaltend ist. Das ist falsch“, sagte der 55-Jährige am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Er erwarte am Wochenende eine Top-Leistung des Schiedsrichters.

„Natürlich wollen wir die Verantwortung den Schiedsrichtern geben“, erklärte Kovac. Eine starke Leistung erwarte er „nicht nur vom Schiedsrichter auf dem Platz, sondern auch von demjenigen, der im Keller in Köln sitzt“. Als jüngstes Beispiel nannte er den Elfmeter gegen den BVB im DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen (3:2) am Dienstag. Schiedsrichter Robert Schröder hatte nach einem Zug von Julian Ryerson gegen Mick Schmetgens auf Strafstoß entschieden. Kovac sagte: „Für mich gibt es da keine zwei Meinungen. Ich bin zu lange in diesem Geschäft, als dass mir das jemand erzählen kann, dass das ein Elfmeter war.“

Die Ansetzung für die Partie am Samstag hat sich geändert. Daniel Siebert sagte wegen einer Wadenverletzung ab, für ihn leitet Tobias Stieler das Spiel. Beim BVB-Anhang ist Stieler umstritten. Im Mai 2020 verweigerte er den Dortmundern beim 0:1 einen klaren Strafstoß, als Jerome Boateng einen Abschluss von Erling Haaland mit dem Arm um den Pfosten lenkte.

Kovac wollte die neue Ansetzung nicht bewerten: „Die Ansetzung des Schiedsrichters können wir nicht beeinflussen, wollen wir auch nicht.“ Er gehe davon aus, dass Stieler „auf dem allerhöchsten Niveau pfeifen wird“. Zuletzt hatte Stieler im Pokalspiel zwischen dem HSV und Eintracht Frankfurt einen Strafstoß für Hamburg nach einem Foul von Robin Koch an Zakaria El Ouahdi verweigert. Später räumte er ein: „Die bessere Entscheidung wäre Strafstoß gewesen.“

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