Matthäus kritisiert Gladbachs Führung: „Die führende Hand fehlt“
Lothar Matthäus hat die Führung von Borussia Mönchengladbach scharf kritisiert. Bei einem Sponsorentermin in München sagte Deutschlands Rekord-Nationalspieler: „Ich bin der Meinung, dass die führende Hand im ganzen Verein fehlt.“ Gladbach steht nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
Matthäus forderte klare Ansagen: „Jemand, der nicht einfach Friede, Freude, Eierkuchen die ganze Zeit macht, sondern dann eben auch mal klare Ansagen an die Angestellten, an die Spieler macht.“ Im Verein fehle ein Akteur, der einen „Weckruf“ auslöse, meinte der 65-Jährige. Er spielte selbst von 1979 bis 1984 fünf Jahre für die Borussia. „Sie sind total im Abstiegssumpf – und da sind sie ganz, ganz unten“, sagte er. Zudem warnte er: „Die Spiele werden nicht einfacher, weil die Köpfe werden nicht frei durch diese Niederlagen.“
Gladbach hat den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte hingelegt. In der Bundesliga-Historie starteten nur Fortuna Düsseldorf (1991/92), der FSV Mainz 05 (2020/21) und der VfL Bochum (2022/23) mit sechs Niederlagen. Sieben Niederlagen zu Beginn gab es noch nie. Zuletzt hatte der Klub den Trainer von Eugen Polanski zu Alexander Blessin gewechselt. Der erhoffte Aufschwung blieb nach zwei Niederlagen aus. Blessin bemängelte nach dem Spiel gegen Hoffenheim erneut das teils fatale Abwehrverhalten seiner Mannschaft.
Am kommenden Freitag, dem 23. Oktober, tritt Gladbach beim VfB Stuttgart an. Um den siebten Fehlstart in Serie und damit einen Negativrekord zu vermeiden, braucht die Mannschaft mindestens ein Unentschieden.