Matthäus zu Krösche-Abschied: „Schwer zu schließen“
Nach dem Abschied von Markus Krösche bei Eintracht Frankfurt hat Lothar Matthäus die Lücke des langjährigen Sportvorstands als „schwer zu schließen“ bezeichnet. Krösche wurde auf eigenen Wunsch von seinen Aufgaben entbunden. Laut übereinstimmenden Medienberichten steht er vor einem Wechsel zur AC Mailand.
Gegenüber der Bild sagte der TV-Experte: „Da geht es nicht nur um seine Kontakte, das Sportliche, spektakuläre Transfers oder die Erlöse, sondern auch um seine menschliche Seite.“ Krösches Nachfolger stehe vor einer „Herkulesaufgabe“. Es sei ein spannender Job, „aber er wird sehr schwierig“.
Zuletzt war Krösche in die Kritik geraten. Mit der Wahl von Trainer Albert Riera hatte er nach Darstellung der Quelle danebengegriffen, auch der Kader war nicht so gut aufgestellt wie in den Vorjahren. Matthäus zeigte sich vom Ausmaß der Kritik verwundert: „Selbst in München hat man Spieler verpflichtet, die letztlich nicht das gebracht haben, was man erwartet hatte. Trotzdem sind die Verantwortlichen, die sie verpflichtet haben, immer noch da.“ Dass Krösche um die Trennung bat, sei nachvollziehbar. Er habe wohl gemerkt, dass das nötige Vertrauen nicht mehr da war. Die Beziehung habe „einfach nicht mehr funktioniert“, dazu passe die Unruhe, die teilweise von anderen Leuten aus dem Verein kam.
Wie berichtet, hatte es in Frankfurt zuletzt einen Machtkampf gegeben, und Peter Neururer hatte nach dem 0:6 in Leipzig Krösches Ablösung gefordert. In Mailand soll Krösche als Head of Football weitreichende Kompetenzen erhalten. Matthäus nannte ihn dort einen „großen Gewinn“, zumal Milan in der Serie A vier Punkte hinter Inter liegt. Mit Blick auf seine Zeit bei Inter hoffe er, dass Krösche die Lücke „nicht zu schnell schließen“ werde.