Werder einigt sich mit Initiator Tetschet vor Mitgliederversammlung
Der SV Werder Bremen und Pascal Tetschet, Initiator der Mitgliederinitiative, haben ihren monatelangen Streit beigelegt. Das gab der Verein am Freitagmittag in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Zum Inhalt der Vereinbarung machten beide Seiten keine Angaben.
Mit der Einigung ist laut Weser Kurier ein wichtiger Punkt geklärt: Der Klub muss nicht mehr befürchten, dass die Mitgliederversammlung am Sonntag, 15. November, im Nachhinein angefochten wird. Beschlüsse und Wahlen hätten sonst möglicherweise nichtig werden können. Das Landgericht Bremen hatte im August in einem Eilverfahren um die Herausgabe von Mitgliederdaten zugunsten Werders entschieden, zugleich aber betont, dass Tetschet in einem Hauptsacheverfahren gute Chancen hätte. Zuvor waren die über Anwälte geführten Gespräche gescheitert. Die Lösung gelang unter Einbeziehung des Ehrenrates, zunächst war dessen Vorsitzender Andreas Ehlers Ansprechpartner. Auch das Projekt „Fanabteilung“ vermittelte intensiv.
Werders scheidender Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald sagte: „Wir begrüßen, dass wir uns mit Pascal Tetschet noch vor der Mitgliederversammlung einigen konnten.“ Nun könne man sich „voll und ganz der Mitgliederversammlung zuwenden“. Tetschet erklärte: „Auch wenn wir im Verlauf der vergangenen Monate häufig unterschiedlicher Meinung waren, finde ich es gut, dass unter Einbeziehung des Ehrenrates nun eine gemeinsame Lösung gefunden werden konnte.“
Weitere Gespräche stehen an. Das designierte geschäftsführende Präsidium um Philipp Mertens, Claudia Lasch und Florian Schwarz will sich ebenfalls mit Tetschet zusammensetzen, ein Gespräch soll noch in der kommenden Woche stattfinden. Im Raum steht, Satzungsänderungen über eine Kommission anzugehen, der Tetschet angehören könnte. Voraussetzung wäre dem Vernehmen nach, dass die drei Kandidaten gewählt werden und Tetschet seine Änderungsanträge zurückzieht. Die Versammlung beginnt am 15. November um 11 Uhr in der Energieleitzentrale Bremen.