Werder-Leihgabe Mbangula trifft dreifach beim 4:2 in Mailand
Samuel Mbangula, von Werder Bremen an den FC Bologna ausgeliehen, hat bei seiner Startelfpremiere für die Italiener einen Hattrick erzielt. Bologna gewann am Mittwochabend beim AC Mailand überraschend mit 4:2. Mit seinen drei Treffern war der offensive Mittelfeldspieler der entscheidende Faktor.
Mbangula brachte Bologna in der 8. Minute in Führung, als er Milan-Keeper Mike Maignan aus kurzer Distanz überwand. Die Hausherren drehten die Partie und führten zur Pause mit 2:1. Nach einer Stunde sorgte ein Eigentor von Milan-Verteidiger Davide Bartesaghi für den Ausgleich. In der 62. Minute leitete Mbangula eine Kombination selbst ein und traf vom Elfmeterpunkt zur erneuten Führung. In der 86. Minute entschied er die Partie, als er nach einem Gegenstoß frei vor Maignan aus elf Metern cool blieb.
„Mein erster Dreierpack, aber hoffentlich nicht mein letzter“, sagte der 22-Jährige. Er betonte, „einen der besten Abende meines Lebens“ erlebt zu haben. Bolognas Trainer Raffaele Palladino lobte: „Er hatte bisher nur wenig gespielt, aber schon vor den drei Toren hat mir sein Einsatz gefallen: In der Schlussphase hat er sogar als rechter Schienenspieler in der Abwehr gespielt.“
Zuvor war Mbangula in Bologna lediglich zu drei sehr kurzen Jokereinsätzen gekommen. Sein letztes Tor hatte er vor fast einem Jahr erzielt, Anfang November 2025 beim 2:1 mit Werder gegen den VfL Wolfsburg.
Werder hatte den Belgier im Sommer 2025 für zehn Millionen Euro von Juventus Turin geholt. In der zweiten Hälfte der vergangenen Saison saß er mehrfach 90 Minuten auf der Bank. Anfang September wurde die Leihe bis Saisonende vereinbart, sein Vertrag in Bremen läuft bis 2030. Bologna besitzt für den nächsten Sommer eine Kaufoption, kolportiert sind 12,5 Millionen Euro. Bei einem Kauf würde Werder ein kleiner Transfergewinn winken.
In Bologna scheint sich Mbangula wohlzufühlen: „Wir sind eine tolle Truppe, und das ist unsere wahre Stärke: Wir halten immer zusammen und haben das bewiesen, indem wir nie aufgegeben haben.“