Halbzeit-Rätsel bei Werder: Elf von zwölf Toren nach der Pause
Werder Bremen hat nach sechs Bundesligaspielen zwölf Tore erzielt, elf davon nach der Pause. Nur Eren Dinkci traf beim 3:1 gegen Leipzig vor dem Halbzeitpfiff, in der vierten Minute. Bei keinem anderen Bundesligisten ist der Unterschied zwischen den Hälften so groß.
Neben Werder traf nur Union Berlin vor der Pause erst einmal. Die Gründe für die Bremer Auffälligkeit sind offen. „Wir analysieren die Spiele und schauen uns die Halbzeiten an“, sagt Profi-Chef Peter Niemeyer. Trainer Daniel Thioune fordert: „Wir müssen dahinkommen, dass wir frühzeitig selber mal treffen und nicht unbedingt zwei Tore kassieren, um ein Spiel dann wieder egalisieren oder drehen zu müssen.“
Niemeyer sagt: „Es ist positiv, dass wir immer wieder so zurückkommen. Trotzdem wollen und müssen wir Fehler minimieren. Es ist unser Anspruch, dass wir nicht immer drei Tore schießen müssen, um zu gewinnen.“ Wie viel Kraft das auf Dauer koste, habe die Schlussphase gegen Paderborn gezeigt. Beim 2:2 ging den Bremern die Puste aus, trotz zahlreicher Chancen gelang das dritte Tor nicht.
Im Training am Dienstag fehlten Niclas Füllkrug, Olivier Deman, Marco Grüll und Arthur. Sie wurden geschont. Niklas Stark brach die Einheit wegen Po-Problemen ab. Kapitän Marco Friedl und Rückkehrer Justin Njinmah trainierten anteilweise mit.
Njinmah hatte sich beim 1:4 zum Liga-Auftakt in Freiburg eine schwere Muskelverletzung zugezogen. Für das Spiel in Mainz am Samstag um 15.30 Uhr kommt er wohl noch nicht infrage.